Naturhelden wachsen weiter: Umweltbildungsprojekt startet nun auch für die Klassen 1 und 2
Kinder für Natur- und Umweltschutz begeistern, ihre Gesundheit stärken und ihnen zeigen, dass ihr eigenes Handeln etwas bewirken kann: Mit diesem Anspruch ist das bundesweite Bildungsprojekt Naturhelden vor zwei Jahren gestartet. Zum Schuljahr 2026/2027 wird das Projekt nun erweitert: Erstmals nehmen auch Schüler/-innen der ersten und zweiten Klasse am Projekt teil.
Der Erfolg der vergangenen zwei Projektjahre zeigt, wie groß der Bedarf an Umweltbildungsprojekten ist: Bundesweit setzen bereits mehr als 500 Schulen mit über 50.000 Kindern das Projekt Naturhelden um.
Nach dem großen Erfolg und den positiven Rückmeldungen aus der Pilotphase haben wir entschieden, dass künftig noch mehr Kinder die Möglichkeit bekommen sollen, Natur- und Umweltschutz altersgerecht zu erleben und wichtige Kompetenzen für eine gesunde und nachhaltige Zukunft zu entwickeln. Deshalb weiten wir das Projekt Naturhelden nun auf die ersten beiden Klassen von Grund- und Förderschulen aus.

Von klein auf für eine gesunde Zukunft leben
Mit Start des neuen Schuljahres nehmen also zusätzlich zu den Klassen 3 und 4 von Grund- und Förderschulen sowie den Klassen 5 und 6 von Haupt- und Mittelschulen, auch die Klassen 1 und 2 teil. Diese Erweiterung ist ein wichtiger Entwicklungsschritt – nicht nur für unser Projekt, sondern für die Zukunft unserer Kinder und des Planeten. Denn Kinder, die früh positive Erfahrungen mit Natur und Umwelt machen, entwickeln auch langfristig ein stärkeres Verantwortungsbewusstsein für die Welt, in der sie leben.
Natur schützen, Gesundheit stärken
Die Grundidee von Naturhelden ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Kinder lernen, dass der Schutz von Natur und Umwelt untrennbar mit ihrer eigenen Gesundheit verbunden ist. Klimawandel, Luftverschmutzung, der Verlust natürlicher Lebensräume und die zunehmende Vermüllung der Umwelt beeinflussen die Lebensbedingungen von Kindern bereits heute. Gleichzeitig verbringen viele Kinder immer weniger Zeit in der Natur und verlieren dadurch einen wichtigen Bezug zu ihrer Umwelt.
Deshalb wurde das Projekt Naturhelden gegründet: Es macht Natur- und Umweltschutz erlebbar, verständlich und alltagsnah. Statt abstrakter Theorie stehen praktische Erfahrungen, spielerisches Lernen und eigene Handlungsmöglichkeiten im Mittelpunkt.

Lernen durch Erleben
Ob im Unterricht, bei Aktionstagen oder während gemeinsamer Outdoor-Aktivitäten: Die Kinder beschäftigen sich mit Themen wie Müllvermeidung, Recycling, Ressourcenschutz, Artenvielfalt und nachhaltigem Handeln. Dabei geht es nicht nur darum, Wissen zu vermitteln. Ziel ist es vor allem, Begeisterung für die Natur zu wecken und Kindern zu zeigen, dass sie selbst einen Beitrag leisten können.
Der pädagogische Ansatz orientiert sich an den Prinzipien moderner Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Kinder werden dazu ermutigt, Fragen zu stellen, Zusammenhänge zu verstehen und eigene Lösungen zu entwickeln. So entstehen Selbstwirksamkeit, Verantwortungsbewusstsein und Handlungskompetenzen, die weit über den Schulalltag hinausreichen.
Mehr als ein Umweltbildungsprojekt
Die Bedeutung von Naturhelden reicht dabei weit über klassische Umweltbildung hinaus. Bewegung im Freien, positive Naturerlebnisse und das Verständnis für ökologische Zusammenhänge fördern Wohlbefinden, Resilienz und eine gesunde Entwicklung.
Somit trägt das Projekt auch zur präventiven Gesundheitsförderung bei. Kinder erfahren, dass saubere Luft, intakte Ökosysteme, natürliche Lebensräume und eine gesunde Umwelt wichtige Grundlagen für ihre eigene Gesundheit sind. Denn gesunde Kinder gibt es nur auf einer gesunden Erde.